Das Projekt SiBu – Sicherheit im Bahnhofsumfeld - bündelt alle Aktivitäten, Maßnahmen und Ansprechpartner, die dazu beitragen, das Bahnhofsumfeld nachhaltig zu verbessern. Hier finden Bürgerinnen und Bürger einen transparenten Überblick über laufende und geplante Maßnahmen sowie direkte Kontaktmöglichkeiten.
Aktuelles
Die Liegenschaft Eisenstraße 49 wird bis einschließlich März 2026 als städtische Notunterkunft und ergänzende Winternothilfe genutzt. Im Anschluss ist dort die Umsetzung eines integrierten Suchthilfeangebots vorgesehen, das sich an Menschen mit schweren und mehrfachen Suchterkrankungen richtet und rund um die Uhr betrieben werden soll. Durch die Einrichtung dieses Angebots soll der öffentliche Raum nachhaltig entlastet werden. Der Standort umfasst Aufenthalts-, Ruhe- und Außenflächen sowie Räumlichkeiten für medizinische Betreuung und Beratung und orientiert sich konzeptionell an bewährten Ansätzen wie dem Züricher Modell.
Die offene Drogenszene in der Innenstadt hat sich verändert, dies liegt vor allem an stark gestiegenem Crackkonsum. Crack macht in sehr kurzer Zeit stark abhängig und ist mit einem hohen Suchtdruck mit kurzen Intervallen verbunden. Die bestehenden Hilfsangebote reichen dafür nicht mehr aus. Um den öffentlichen Raum nachhaltig zu entlasten, plant die Landeshauptstadt Düsseldorf die Umsetzung eines integrierten Suchthilfeangebots, das Beratung, medizinische Versorgung, Aufenthalt und nach Möglichkeit sicheren Konsum bündelt.
Die zentralen Ziele sind:
- Entlastung des öffentlichen Raums, insbesondere an Hotspots des Crackkonsums.
- Reduzierung des öffentlichen Konsums im öffentlichen Raum durch ein betreutes und strukturiertes Konsumangebot.
- Schutz und Stabilisierung für die Betroffenen durch Ruhezonen, medizinische Versorgung, psychosoziale Unterstützung und strukturierte Aufenthaltsalternativen.
- Vermeidung weiterer Verelendung und Reduzierung gesundheitsgefährdender Situationen.
- Verbesserung der Sicherheit im Bahnhofsumfeld durch gesteuerte Nutzung (über Streetwork, OSD, Polizei) der Einrichtung.
- Integration bestehender Angebote wie Humanitäre Sprechstunde, die Angebote des Sozialpsychiatrischen Dienstes und des Drogenkonsumraums in ein zusammenhängendes, niedrigschwelliges Versorgungssystem.
Ausschlaggebender Erfolgsfaktor eines Suchthilfeangebots ist der Standort: Dieses muss durch die Betroffenen fußläufig oder gut per ÖPNV zu erreichen sein. Durch die enge Bebauung im direkten Bahnhofsumfeld sowie unterschiedlichste Eigentums- und Nutzungsverhältnisse ist die Anzahl der in Frage kommenden Liegenschaften begrenzt. Zur Umsetzung des Projekts wurden zahlreiche Liegenschaften und Grundstücke begutachtet und ausgewertet.
Vorteile des Standorts Eisenstraße sind neben der zentralen Lage die Größe und der Zuschnitt der Liegenschaft, die bauliche Abschirmung durch Mauern und abgegrenzte Innenbereiche gegenüber der Nachbarschaft sowie die Eigentumsverhältnisse: Das Gebäude gehört der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mittelfristig sind ein bis zwei weitere Angebote dieser Art im Bahnhofsumfeld geplant.
Aktuell befindet sich ein umfangreiches Konzept in der finalen Erstellung, das alle wesentlichen Akteure - unter anderem Verwaltung, Polizei, soziale Träger - einbindet. Sicherheit und Sauberkeit im Umfeld der Suchthilfeeinrichtung haben höchste Priorität. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass sich die Situation im Umfeld durch die betreuten Angebote häufig stabilisiert oder verbessert.
Was ist SiBu?
SiBu ist eine gemeinsame Initiative der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Polizeipräsidium Düsseldorf, der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin und der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf. Ziel ist es, das Bahnhofsumfeld sicherer, sauberer und lebenswerter zu gestalten – und damit die Lebensqualität für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zu erhöhen. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen werden Probleme schneller erkannt, Maßnahmen gezielter umgesetzt und Verbesserungen nachhaltiger erreicht.
Unser Ansatz
SiBu setzt auf einen integrierten Ansatz, welcher sich am Züricher Modell der integrierten Suchthilfe orentiert. Sicherheit, soziale Unterstützung, medizinische Versorgung und Aufenthaltsangebote werden dabei an einem Ort gebündelt, um Belastungen im öffentlichen Raum nachhaltig zu reduzieren und Betroffene gezielt zu stabilisieren. Dabei orientiert sich das Projekt an erprobten Modellen der integrierten Stadt- und Suchthilfe. Probleme werden frühzeitig erkannt, Maßnahmen abgestimmt umgesetzt und bestehende Angebote sinnvoll miteinander verknüpft.
Projektziele
Schaffung eines sicheren, sozial stabilen und sauberen Bahnhofsumfelds
Das schaffen wir durch:
- Reduzierung von Tatgelegenheitsstrukturen, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
- Erhöhung des Sicherheitsgefühls
- Beseitigung von Angsträumen
- Zielgerichtete und bedarfsorientierte Hilfsangebote
- Aufwertung der öffentlichen Räume
- Anpassung der Obdachlosen- und Suchthilfemaßnahmen
Alle Arbeitsgruppen im Überblick
Beschäftigt sich mit der baulichen Entwicklung des Bahnhofsumfelds – z. B. Unterführungen, Plätze, Fassaden, Verkehrsführung, Grünanlagen und sichere Schulwege.
Entwickelt ein Leitbild für die „Kulturmeile“. Ziel ist, einen Kulturhotspot als Eingang zur Stadt zu schaffen und das Umfeld durch kulturelle Impulse aufzuwerten.
Die AG identifiziert neuralgische Punkte, verbessert die Beleuchtung und überprüft Reinigungsintervalle sowie die Situation vor Ort.
Wöchentlicher Lageaustausch zu aktuellen Vorkommnissen. Zusätzlich monatliche Sitzungen. Ziel ist es, das Sicherheitsempfinden zu stärken und auf Belastungssituationen schnell reagieren zu können.
Fokus liegt auf Bedarfsanalyse, Ausbau und Strukturierung sozialer Hilfsangebote sowie der Abstimmung zu Alternativflächen und der kontinuierlichen Lagebewertung.
Suche und Analyse von Liegenschaften und Grundstücken, die für eine Nutzung im Projekt SiBu in Frage kommen. Bewertet werden Eigentums- und Nutzungsverhältnisse, Umgebung, Kosten und Nutzen.
Pressemitteilungen
Mitmachen und Ansprechpartner finden
Beteiligen Sie sich aktiv am sicheren und lebenswerten Bahnhofsumfeld. Melden Sie Hinweise oder Fragen direkt bei den zuständigen Stellen.
Verunreinigungen können 24 Stunden am Tag über die Stadtsauberkeitsapp "Düsseldorf bleibt sauber" gemeldet werden - hier werden Misstände schnellstmöglich beseitigt.
Stadtsauberkeit Düsseldorf
- E-Mail: stadtsauberkeit@duesseldorf.de
- Telefon: 0211 89-25050
AWISTA (Reinigung & Entsorgung)
- E-Mail: mail@awista.de
- Telefon: 0211 830-99099
Spritzenfunde im Bahnhofsviertel
- E-Mail: diewegraeumenden@drogenhilfe.eu Rheinbahn (Haltestellen, Wartehäuschen)
- E-Mail: rheinbahn@rheinbahn.de
- Telefon: 01806 504030
Störungen der Straßenbeleuchtung können direkt an die Stadtwerke Düsseldorf unter der Rufnummer 0211 - 821 8241 rund um die Uhr gemeldet werden.
